Deutschland hat ein Grundgesetz.
Es schützt und verpflichtet.
Und es wird geschützt.
Hüter der Grundrechte: Das Bundesverfassungsgericht
O-Ton 1 Prof. Dr. Dr. h.c. Susanne Baer LL.M., Richterin des Bundesverfassungsgericht „Es ist ein ziemlich erhebendes Gefühl, das Gebäude zu betreten – nicht nur, dass es ein wunderschönes Gebäude ist, es war auch das erste Gerichtsgebäude, das transparent war. Wo ermöglicht wurde, dass die Bürgerinnen und Bürger uns bei der Arbeit zuschauen können.“
Das Grundgesetz in Deutschland garantiert:
„Die Würde des Menschen ist unantastbar…“ Artikel 1 Absatz 1 Satz 1 des Grundgesetzes
O-Ton 2 Prof. Dr. Dr. h.c. Susanne Baer LL.M., Richterin des Bundesverfassungsgericht „Das Grundgesetz ist vielen hier in diesem Land sehr, sehr viel wert, weil es sich immer wieder bewiesen hat in unterschiedlichen Zeiten und unter unterschiedlichen Herausforderungen zu funktionieren. Es ist eben das Grundgesetz.“
„Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Artikel 3 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes
O-Ton 3 Prof. Dr. Dr. h.c. Susanne Baer LL.M., Richterin des Bundesverfassungsgericht „Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ist Teil des großen Gleichheitsversprechens der Menschheit. Und in Deutschland ist es im Grundgesetz so weit vorne, weil historisch schon sehr lang, hunderte von Jahre dafür gekämpft wird, dass Männer und Frauen in unseren Gesellschaften als Gleichberechtigte behandelt werden.“
„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Artikel 3 Absatz 3 Satz 1 des Grundgesetzes
O-Ton 4 Prof. Dr. Dr. h.c. Susanne Baer LL.M., Richterin des Bundesverfassungsgericht
„Unabhängig davon wer Du bist, nach Geschlecht, nach Herkunft, nach Alter, nach all dem – Du
verdienst gleichen Respekt. Dass man das für Männer und Frauen nun nochmal ausdrücklich sagen
musste, ist natürlich Teil einer historischen Entwicklung in allen Gesellschaften etwas unterschiedlich,
in Deutschland war es so, dass Ende der 40er Jahre sehr vehement dafür eingetreten werden musste,
dass das Versprechen der Gleichheit und der Gleichberechtigung insbesondere vor der Familie und der
Ehe nicht Halt macht.“
„Unsere Aufgabe ist es nur, darüber zu wachen, dass das Grundgesetz gewahrt bleibt.“
Hermann Höpker-Aschoff
Präsident des Bundesverfassungsgerichts (1951-1954)
O-Ton 5 Prof. Dr. Dr. h.c. Susanne Baer LL.M., Richterin des Bundesverfassungsgericht
„Wir sind als Verfassungsgericht dafür da, im Fall des Falles – wir tun das selten, aber manchmal
müssen wir es tun – Grenzen zu setzen. Uns in ein kritisches Verhältnis zur Politik zu setzen, skeptisch
zu sein, immer wieder zu Fragen: Kommen hier die einzelnen, die Bürgerinnen und Bürger unter die
Räder, ist hier was übersehen worden, kommt hier jemand nicht mit, ist hier Teilhabe nicht
garantiert? Oder positiv gefragt: Funktioniert hier Demokratie auch wirklich? Ist es wirklich ein
Sozialstaat und funktioniert der Rechtstaat so, wie er im Grundgesetz garantiert ist?“
„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
Artikel 1 Absatz 1 Satz 1 des Grundgesetzes