Forschungsschiff "Sonne II" in Australien

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Das deutsche Forschungsschiff "Sonne II" legte am 4. Juni 2017 im westaustralischen Fremantle an. Die "Sonne" ist eine der wichtigsten Plattformen für maritime Forschung im Indopazifik.

Deutsch-australische Wissenschaftskooperation

Mit dem Aufenthalt des Forschungsschiffes (FS) "Sonne II" im westaustralischen Fremantle ist ein deutsch-australisches Jubiläum feierlich gewürdigt worden: Das 40. Jahr des Kooperationsabkommens der beiden Länder in Wissenschaft und Technologie. 

Ein Open Ship-Day am 5. Juni, der von der deutschen Botschaft Canberra, dem Honorarkonsulat Perth und dem Team des Forschungsschiffs organisiert worden war, zeigte eindrucksvoll das große öffentliche Interesse an der gemeinsamen Forschung: Rund 3.200 interessierte Besucherinnen und Besucher kamen innerhalb von vier Stunden, um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen.

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Einblicke in die Arbeit der Forscher

Das Forschungsschiff hatte gerade erst seine letzte Fahrt - um Neuseeland mit Zwischenstopp in Darwin – beendet, wo es unter anderem das Great Barrier Reef weiter untersuchen konnte. Rund 40 internationale Wissenschaftler, darunter viele Deutsche und Australier, beteiligten sich an dieser Forschungsfahrt und konnten am Open Ship-Day direkt von ihrer Arbeit berichten.

Großer Andrang - über 3000 Besucher

Für die rund 3.200 Besucher hat sich das teils lange Warten in der Schlange gelohnt: Im Inneren des Schiffes lernten sie die Arbeitsweisen, die neuen Technologien und die Fortschritte der "Sonne II" kennen.

Seit der Taufe 2014 ist das Forschungsschiff "Sonne II" das einzige Tiefseeforschungsschiff Europas und hat als solches einige Besonderheiten zu bieten. So konnten viele Themen, von Geowissenschaften über Tiefseebiologie bis zu Klimaevolution, anhand von Exponaten und Technologievorführungen anschaulich demonstriert werden. 

Bild vergrößern Vor allem die Familien und Schulklassen freuten sich an dieser authentischen Präsentation, aber auch viele Lokalansässige, deutsche Auswanderer und Austauschwissenschaftler zeigten ihre Begeisterung für die Möglichkeit, das Hightech-Schiff von innen besichtigen zu können.

Forschung von internationaler Bedeutung

Zu den thematischen Schwerpunkten des Tages gehörten vor allem auch das Great Barrier Reef und die Gefahren, denen es ausgesetzt ist. Das FS "Sonne II" ist spezialisiert auf die menschlichen Auswirkungen auf den Klimawandel und konnte so den Interessierten, zu denen auch die deutsche Botschafterin Dr. Anna Prinz gehörte, einen Eindruck in die Forschungsarbeit geben, die international von großer Bedeutung ist.

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Abschließend gab es auf Einladung der Botschafterin einen abendlichen Empfang im Western Australian Maritime Museum Freemantle, bei dem nicht nur das FS "Sonne II" gewürdigt wurde, sondern auch die besondere Bedeutung der deutsch-australischen Zusammenarbeit in wissenschaftlichen Bereichen. Einige weitere potentielle Kooperationen konnten an diesem Abend bereits angestoßen werden.


Stand: Juni 2017